[Flyer]

 

Es ist eine gute frankfurter Tradition, die Tage der Buchmesse zu
nutzen, um - (auch) abseits des offiziellen Messetreibens - Lesungen
und Buchpräsentationen zu veranstalten, zum zuhören und diskutieren,
zum entdecken und nachdenken einzuladen; in dieser Tradition sieht
sich die hier angekündigte Veranstaltung mit Texten des frankfurter
Journalisten und Schriftstellers Hans Bilger.

 

 

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'DER MANN, DER ANGST VOR DEM TOD HATTE'
Eine musikalisch-literarische Inszenierung in 7 Bildern

 

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// Texte:
HANS BILGER (1936-2003)

// Stimme:
LINUS KOENIG / landungsbrücken, FRANKFURT

// Bass, Gitarre:
CHRIS RÜCKER / nachttierhaus, FRANKFURT

// Elektro-Improvisationen:
FRANK BOSSERT / brackrecordings, FRANKFURT/BERLIN

// Konzept & Regie:
MARTIN OPPERMANN / hans-bilger-nachlass, FRANKFURT/BERLIN

 

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Matinée am Buchmesse-Sonntag, den 19. Oktober 2008, 11.00 Uhr
MAL SEH'N KINO, Adlerflychtstraße 6, 60318 Frankfurt/Nordend
- Der Eintritt ist frei. -

 

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Nach der Aufführung der GESCHICHTEN VOM KRIEG im Oktober 2007
folgt nun Part II der Aufbereitung von Texten des frankfurter
Journalisten und Schriftstellers Hans Bilger (1936-2003).

Der Tod als Angst-Gestalt und Lehrmeister gleichermaßen ist wahr-
haftig ein tausendfach behandeltes Thema; was den Texten von Hans
Bilger ein Alleinstellungsmerkmal verleiht, ist ihr 'Schliff',
die formale Strenge. - Wie in einem Versuchsaufbau läßt er seinen
'MANN' - am von uns aus betrachtet anderen Ende der Welt - dem
'TOD' begegnen und führt uns über den Umweg der Fremde und des
(scheinbaren) Fremd-Schicksals gekonnt unsere eigenen Ur-Fragen und
Ur-Ängste vor, um uns am Ende doch eine Art 'Lösungsformel'
mitzuteilen, die zwar nicht vor dem Tod, aber allemal vor einem
angstvollen, gehetzten und lieblosen Leben schützen kann, sofern man
sie ernstnimmt.

Hans Bilgers Nachdenklichkeit über die (Un-)Möglichkeiten des Lebens
bringt uns - bei aller Schwere des Themas und trotz offenkundiger
Lehrhaftigkeit - nicht an den Punkt, an den es uns langweilen oder
grausen muß; die knappen Episoden machen vielmehr neugierig auf die
jeweils nächste, sowie die zwangsläufige 'Auflösung' in der letzten
der insgesamt 7 Begegnungen mit dem Tod.

Wie im letzten Jahr, werden die Texte am Buchmesse-Sonntag auf die
Bühne des frankfurter Mal Seh'n Kinos gebracht:

LINUS KOENIG, Mitbegründer des frankfurter Theaterprojekts
LANDUNGSBRÜCKEN wird den Texten seine Stimme leihen; der Musiker
CHRIS RÜCKER, unter anderem bekannt als Bassist der Band NACHTTIER-
HAUS, sowie FRANK BOSSERT, Initiator des Labels BRACKRECORDINGS
und im Bereich der Elektronischen Musik zu-hause, konnten für die
diesjährige Inszenierung gewonnen werden. - Musikalisch wird es
experimentell zugehen; Sound-Improvisationen zum Text/Thema stellen
eine eigenständige Rezeptionsebene dar.
Ausschließlich typografisch gehaltene Dia-Projektionen auf die Kino-
Leinwand bilden im wahrsten Sinne des Wortes den 'Hintergrund' des
Bühnen-Geschehens.
MARTIN OPPERMANN zeichnet - wie 2007 - verantwortlich für Konzept und
Regie, sowie für die erscheinende Publikation "DER MANN, DER ANGST
VOR DEM TOD HATTE".

 

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Der Eintritt ist frei; um eine Spende für das Projekt wird gebeten. -
Die Publikation 'HANS BILGER - Der Mann der Angst vor dem Tod hatte'
ist vor und nach der Vorstellung im Café-Bereich des Kinos käuflich zu
erwerben.

 

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HANS BILGER (1936-2003) studiert nach überstandenen Kriegswirren
Politik, Publizistik und später Sozialarbeit, arbeitet als Journalist
u.a. für die FRANKFURTER RUNDSCHAU, die FRANKFURTER NEUE PRESSE sowie
die DEUTSCHE PRESSEAGENTUR und macht sich in diesem Tätigkeitsfeld vor
allem einen Namen mit seinen informativen wie geistreichen 'features'
für die FR, sowie mit unzähligen Gerichts-Reportagen, die er am
frankfurter Landgericht - seinem letzten Arbeitsplatz - verfasst, und
die sein (Ex-)Kollege Norbert Leppert als "Zeitungsjournalismus, wie er
besser nicht sein kann" beschreibt. -
Über seine schriftstellerische Tätigkeit sind bis zu seinem Freitod nur
wenige Freunde und Bekannte informiert; das von Martin Oppermann ins
Leben gerufene Hans-Bilger-Projekt bemüht sich darum, dieses Gedanken-
Material einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

[Schreibmaschine]
foto: M.O.

 

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© martin oppermann 2008